Nachdem Du Dein Probetraining hinter Dich gebracht hast, nimm Dir Zeit für die Entscheidung. Denke an die ersten Punkte, also dass Du vor hast, Zeit und Geld zu investieren. Von daher sollte Deine Entscheidung grundlegend auf Deine vorher gemachten Notizen aufbauen. Denke daran: Deine persönliche Sicherheit sollte Dir etwas Wert sein!

Hier noch eine weitere Entscheidungshilfe, um evtl. nicht passende Schulen oder Vereine zu erkennen und aussortieren:
  • imm Abstand von Trainern oder Schülern, die andere Vereine oder Schulen beleidigen oder schlecht machen – das sind schlechte charakterliche Züge.
  • Nimm Abstand von Trainern, die zu schnell über Geld reden und bei denen das Gefühl aufkommt, schnell zu einem Vertragsabschluss überredet zu werden.
  • Nimm Abstand von aggressiven Trainern oder Schülern.
  • Nimm Abstand von Trainern, die Versprechungen machen.
  • Nimm Abstand von Vereinen oder Schulen, in denen Ausrüstungsgegenstände, wie z. B. Anzüge oder Schutzausrüstung ausschließlich über den Verein/die Schule bezogen werden muss – diese werden zumeist überteuert angeboten.
  • Nimm sofort Abstand von Vereinen oder Schulen, die kein Probetraining anbieten.
  • Entscheide Dich für den oder die Trainer, die dich am besten erreichen konnten, die sich am intensivsten für dich interessierten und die ihren Unterricht am interessantesten und verständlichsten gestalteten.
  • Eine weitere Entscheidungshilfe können Dir die jeweiligen Mitglieder des Vereins/der Schule geben. Wo waren sie am symphatischsten, in welcher Gruppe hat es am meisten Spaß gemacht, wo waren die Mitglieder auf “deiner Wellenlänge”?

Vereine oder Schulen mit abwechslungsreichen Tarifen können Dir die Entscheidung erleichtern, zumeist gibt es eine Staffelung zwischen der Dauer des Vertrages und der Höhe der Beiträge. In Vereinen wirst Du eine derartige Staffelung weniger vorfinden, die meisten bieten Halbjahres- bzw. Jahresverträge mit wesentlich geringeren Beiträgen, wie Schulen an. Die hierbei vorzufindenen Unterschiede hängen zumeist davon ab, wie der Trainingsort (Halle oder Dojo) finanziert wird: Entweder über eine reguläre Miete, die i. d. F. mindestens über die Mitgliederbeiträge abgesichert werden muss, oder durch die Hallenvergabe der jeweiligen Kommune. Letzteres gilt zumeist für gemeinnützige Vereine.

Wenn Du Dir über ein Angebot sicher bist, solltest Du Dich nicht davor scheuen, Dich auch länger zu binden – es sei denn, Deine Recherche steht auf wackligen Füßen.

Anfänger- oder Schnupperkurse bieten ebenfalls einen guten Einstieg in einen Verein oder eine Schule. Darüber kannst Du noch einmal an ergänzende Informationen kommen und musst Dich nicht gleich entscheiden. Die Entscheidung danach steht dann allerdings auf ziemlich gesicherten Beinen!

Zum Schluss musst Du Dir darüber im Klaren sein, welchen Zeitaufwand das Training benötigt, auf welchen Wochentag das Training liegt und ob ein regelmäßiges Training für Dich ohne Hindernisse möglich ist. Herzlichen Glückwunsch! Du hast Deine Kampfkunst, deinen Kampfsport und/oder Deine Selbstverteidigungssportart und eine entsprechende Schule bzw. einen entsprechenden Verein gefunden. Ab jetzt heißt die Devise: Trainiere fleißig und regelmäßig und Du wirst recht bald Fortschritte erkennen!